Erwin Westers

Erwin Westers, wo regenerative Landwirtschaft und Gartenbau zusammenkommen

Ökologisch

Das lebende Bodensystem

Während viele Biobauern noch mit traditionellen Methoden arbeiten, hatte Erwin Westers genug vom „Kampf gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkraut“. Seit 2006 arbeitet er gemeinsam mit seinem Vater auf dem Familienbetrieb daran, ein regeneratives Anbausystem zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung des Bodenlebens und die Stimulierung des natürlichen Wachstums. Das Ergebnis ist ein lebendiges Ökosystem, in dem sich Boden und Pflanzen gegenseitig stärken – und in dem Krankheiten und Schädlinge von Natur aus weniger Chancen haben. Pflanzenschutzmittel werden überflüssig.

Ein Kernelement seines Ansatzes ist es, das Land mit mehreren Pflanzenarten das ganze Jahr über grün zu halten. Durch Photosynthese produzieren Pflanzen Zucker, der das Bodenleben – Bakterien und Pilze – ernährt. Dies ist für einen gesunden Boden, der CO₂ speichert, unerlässlich.

„Die Pflanze ist das Solarpanel für das Leben unter der Erde“, erklärt Erwin. „Ohne diese Zusammenarbeit gibt es keinen Geschmack, kein Aroma und keine Vitamine. Es ist ein einziges System.“

Viele Felder liegen im Winter brach, und selbst im Sommer kommt das Leben im Boden zum Erliegen, wenn die Pflanzen reifen. Deshalb sät Erwin unter dem von ihm angebauten Gartenkresse Gräser, Klee und Kräuter. Auf diese Weise bleibt der Boden bedeckt, das Bodenleben bleibt aktiv und Kohlenstoff wird gespeichert – etwa 13,7 Tonnen CO₂ pro Hektar und Jahr. Er zertifiziert diese Kohlenstoffspeicherung und erzielt damit zusätzliche Einnahmen in Form von Emissionszertifikaten, die er in die Weiterentwicklung des regenerativen Systems reinvestiert.

Partner in der Regeneration

Koppert Cress ist ein wichtiger Partner für Erwin.

„Koppert Cress erkennt den Wert von Saatgut mit einer starken Bodenbiologie und ist bereit, in Innovationen zu investieren“, sagt Erwin.

Gemeinsam experimentieren sie mit Pflanzenvielfalt, Bodenaufbau und klimapositiver Bewirtschaftung. Etwa 30 % seiner Produktion sind für Koppert Cress bestimmt. Im Jahr 2024 speicherte Erwins Land 160 Tonnen CO₂, um die Emissionen von Koppert Cress auszugleichen. Die Partnerschaft geht jedoch weit über die Lieferung hinaus:

„Wir teilen eine Vision für eine zukunftssichere Landwirtschaft und bauen gemeinsam ein System auf, das sowohl finanziell als auch ökologisch funktioniert. Und genau darum geht es bei der regenerativen Landwirtschaft.“

Erwin liefert nicht nur Saatgut und Gemüse, sondern auch Wissen und praktische Lösungen für den Wandel in der Landwirtschaft. Im Jahr 2024 gründete er zusammen mit mehreren Experten die Regenerative Alliance Foundation: eine Plattform für Landwirte, die in der Praxis regenerativ arbeiten wollen.

„Im Internet gibt es viele Informationen, aber diese sind oft zu vage. Wir bieten praktische E-Learning-Kurse, Beratung und eine Community aus Bodenwissenschaftlern, Pflanzenexperten und Praktikern. Das erleichtert Landwirten den Einstieg.“

Erwin: „Meine Mission für die Zukunft? Gesunde Lebensmittel für meine fünf Kinder und lebendige Böden für die nächste Generation.“

 

Nachhaltige Geschichten

Einführung

Kraftvolle Geschichten, die unser Wesen widerspiegeln: Nachhaltigkeit auf jeder Ebene und in jeder Hinsicht.

  • Ökologisch

    Koppert Cress macht mit Erdwärme einen Schritt in Richtung fossilfreier Anbau

    Im Jahr 2026 macht Koppert Cress als lokaler Erzeuger für Europa einen weiteren Schritt nach vorne: Unsere Kressen werden künftig mit Erdwärme beheizt, die aus einer Quelle in über 2,3 Kilometern Tiefe stammt. Ein großer, nachhaltiger Schritt, der sich auf unsere Anbaumethoden auswirkt und zu einer zukunftssicheren Produktionsweise beiträgt.
    Zum ersten Mal fließt diese nachhaltige Energie durch alle unsere Gewächshäuser. Damit wird bei Koppert Cress der Gashahn zugedreht und wir stellen auf fossilfreien Anbau um. Darauf sind wir stolz.

  • Ökologisch

    Erwin Westers, wo regenerative Landwirtschaft und Gartenbau zusammenkommen

    Während viele Bio-Landwirte noch immer mit traditionellen Methoden arbeiten, wurde Erwin Westers es leid, „gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkraut zu kämpfen“. Seit 2006 arbeitet er gemeinsam mit seinem Vater auf der Familienfarm an der Entwicklung eines regenerativen Landwirtschaftssystems.

  • Sozial

    Zusammenarbeit in einer inklusiven Organisation

    Warum ist es uns so wichtig, Vertrauen aufzubauen? Vertrauen zeigt jemandem, dass wir an seine Fähigkeiten, Absichten und seine Hingabe glauben, um zu einem gemeinsamen Ziel beizutragen.